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« 14.6.2006: Startet Trenkwalder Pilotprojekt? Die Zeitarbeitsfirma soll direkten Zugriff auf AMS-Datenbank erhalten. "3000 Stellen pro Jahr können wir nicht besetzen“, klagt Richard Trenkwalder, Chef des größten österreichischen Personaldienstleisters. Bedarf besteht an Technikern, Facharbeitern und „qualifizierten Hilfsarbeitern mit Deutschkenntnissen“. Um solche für seine Kunden ausfindig zu machen, sucht Trenkwalder auch beim Arbeitsmarktservice (AMS). Diesem meldete er im Vorjahr 5800 offene Stellen und ist damit der größte Abnehmer von Arbeitslosen in Österreich. Eines hat ihn immer geärgert: „Das AMS braucht 30 Tage, um eine offene Stelle zu besetzen.“ Als erstes Unternehmen soll nun Trenkwalder direkten Zugriff auf die AMS Datenbank bekommen und Bewerber von dort „abbuchen“ können. Wenn das funktioniert, könnten künftig auch andere Firmen, etwa der Personaldienstleister Manpower oder große Handelsketten, folgen, bestätigt AMS-Sprecherin Beate Sprenger. Trenkwalder will dafür künftig auch „Problemfälle“
(Langzeitarbeitslose, psychisch Kranke, Leute mit Alkoholproblemen etc.)
vermitteln. Immerhin stehe ihm nicht nur der „Druck auf die Tränendrüse“
als Mittel zur Verfügung. Wir könnten vertraglich vereinbaren: Ihr
bekommt vier Facharbeiter, die ihr dringend braucht, dafür nehmt ihr
einen Problemfall dazu, und den bekommt ihr billiger.“ |